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„So könnte der Neubau aussehen“

20.07.2016 12:56

Pläne für die Karl-Treutel-Schule

Flexible Planung: Manfred Ockel (r.), zeigt in Anwesenheit von Architekt Johann Gruber (l.) und Ausschussvorsitzendem Jürgen Zeller, wie die Baukörper auf dem Modell ganz einfach verschoben werden können. (Foto: Postl)

Die Planungen für den Neubau der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach gehen weiter. Architekt Johann Gruber präsentierte den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen, Planung und Umweltschutz nun ein Modell, das zeigt, wie eine bauliche Lösung aussehen könnte.

Kelsterbach. Zwei Punkte standen auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Umweltschutz (PBU) am Montagabend in Kelsterbach. Einerseits ging es um die Anschaffung eines Hilfeleistungs- und Löschgruppenfahrzeugs (HLF), andererseits um die Vergabe von Honorarleistungen für forschungsbedingte Mehrleistungen, die technische Ausrüstung, sowie Gebäude, Innenräume und Brandschutz für die Planungen zum Neubau der Karl-Treutel-Schule östlich der Integrierten Gesamtschule (IGS). Diese schlagen mit rund 500 000 Euro zu Buche. Die überfällige Anschaffung eines HLF für rund 400 000 Euro wurde als unumgänglich erachtet und erhielt einhellige Zustimmung.

Größeren Erklärungs- und auch Diskussionsbedarf gab es bei den anstehenden Punkten bezüglich der Planungen für den Neubau der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach, dieser soll angrenzend an die bereits bestehen Gebäude der IGS entstehen.

Wie Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) erläuterte, bestehe ein absehbarer Bedarf für eine „Fünfzügigkeit“ der Karl-Treutel-Schule. „Diese ist bald schon wieder zu klein und auch sanierungsbedürftig“, betonte Ockel. Derzeit werde sich mit einer Containerlösung beholfen, diese soll jedoch kein Dauerzustand bleiben.

Als Standort für den Neubau ist ein Gelände östlich der Integrierten Gesamtschule auserkoren worden, da dies im städtischen Besitz ist. Um den Platzbedarf zu realisieren gibt es verschiedene Lösungsansätze, entschieden ist jedoch noch nichts. Der Besuch einer als vorbildlich geltenden Grundschule brachte nur bedingte Erkenntnisse, die Ausführung soll in Kelsterbach anders realisiert werden. „Das pädagogische Konzept hat uns gefallen, aber die langen Gänge weniger“, so der PBU-Vorsitzende Jürgen Zeller (SPD).

Nachhaltigkeit gewünscht

Um zu präsentieren, wie eine ansprechende Lösung aussehen könnte, hatte Johann Gruber, Architekt des mit der Planung beauftragten Büros kplan im bayerischen Abensberg, ein Modell mitgebracht. „Das ist nur ein Vorschlag, es gibt auch andere Lösungen“, betonte Gruber. Allein mittels Verschieben der einzelnen Baukörper kann das zur Verfügung stehende Areal verschieden genutzt werden.

Ob die Fläche des bestehenden Kunstrasenfeldes zumindest teilweise miteinbezogen wird, ist ebenso offen, wie die Ausweitung über den bestehenden Erdwall hinaus, der das Neubaugebiet gen Osten abschirmt. „Wir werden davon wohl einen Teil platt machen müssen, wollen aber auch den Bewohnern des angrenzenden Neubaugebiets Länger Weg keine Mauer vor die Nase setzen“, betonte Bürgermeister Ockel.

Der Neubau soll in mehrfacher Hinsicht nicht nur vorbildlich, sondern auch nachhaltig sein. Dies betrifft sowohl die Ausführung, ob eingeschossig oder mehrgeschossig oder auch die verwendeten Materialien. Die Stadt Kelsterbach will für den Neubau der Karl-Treutel-Schule Fördergeld von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Anspruch nehmen, dies setzt eine besondere Tiefe der Beschreibung voraus. Und das hat seinen Preis.

Bevölkerung einbinden

„Wir wollen eine moderne Schullandschaft realisieren, daher bedarf es einer so dezidierten Beschreibung des Vorhabens, von der Planung über die Ausführung bis hin zum Monitoring nach Fertigstellung“, erläuterte Johann Gruber.

Die Linke Tanja Mohr forderte bereits jetzt eine Einbindung der Bevölkerung, insbesondere der später betroffene Anwohner im Neubaugebiet Länger Weg. Dies sah Bürgermeister Manfred Ockel nicht so. „Wir wollen erst einmal einen vorzeigbaren Plan des Projektes haben, was wollen wir den Bürgern denn jetzt zeigen?“, fragte Ockel.

Zu Entscheidung für die PBU-Mitglieder standen nur die Kosten für die Vergabe von Honorarleistungen für forschungsbedingte Mehrleistungen in Höhe von 195 000 Euro, für technische Ausrüstung in Höhe von 148 000 Euro sowie für Gebäude, Innenräume und Brandschutz für 148 000 Euro an. Der Ausschuss stimmte bei zwei Enthaltungen der Vergabe der Honorarleistungen zu.

Erschienen am 20.07.2016 in der FNP
Autor: Leo Postl

http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/So-koennte-der-Neubau-aussehen;art688,2119763

 

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