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Schüler meistern den Alltag auf Englisch

10.06.2015 10:05

Ob beim Arzt oder im Tiergeschäft: Am Projekttag durften sich die Karl-Treutel-Schüler der dritten und vierten Klassen nur auf Englisch verständigen.

Beim Tanzunterricht mit Edith Anthes erfolgten die Anweisungen für die Drehungen auf Englisch. Foto: Leo Postl

Es herrscht Ruhe auf dem Pausenhof der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach, und aus manchen Räumen sind englische Sprachfetzen zu vernehmen. Plötzlich fliegt die Tür des Haupteingangs auf und eine Gruppe von Schülern kommt heraus gestürmt. „Help! I am dead!“, ruft ein Junge mit einem Stirnverband – die begleitende Lehrerin kann nur schmunzeln. Die Gruppe wechselte von einer English-Station zu nächsten und kam gerade aus der Station „At the doctor’s“. Der sich tot fühlende Schüler ist putzmunter und hatte das Wort für „verletzt“ auf Englisch vergessen. Den Stirnverband trugen jedoch mehrere Schüler bis zum Ende des Schultages. Und obwohl „Frau Doktor“ riet: „You have to stay two or three days in your bed“, durfte niemand der „erkrankten“ Schüler am nächsten Tag zu Hause bleiben.

Krokodile und Dinosaurier

„Englisch in der Schule zu lernen und Englisch im Alltag anzuwenden sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge“, betonte Roswitha Weber, die den Englisch-Projekttag an der Karl-Treutel-Schule organisiert hatte. Unter dem Motto „Britain in Kelsterbach“, gab es für die Mädchend und Jungen der dritten und vierten Klassen in den ersten beiden Unterrichtsstunden verschiedene Workshops, die sie besuchen konnten.

„Hello, good morning. How are you?“, hieß Silke Kiefer die Schüler in ihrem „Pet Shop“ willkommen. In ihrem „Tiergeschäft“ hatte sie verschiedene Plüsch-Haustiere aufgebaut. „This ist the Australien Corner“, zeigte die Lehrerin auf ein Krokodil und andere Spezies aus Australien. Auf der anderen Seite war ein Dinosaurier zu entdecken. Gekauft wurden von den Schülern aber lieber Kaninchen, Katzen oder Hunde.

In einem anderen Raum saß eine Schülergruppe in einem Warteraum einer Arztpraxis. Nachdem sie aufgerufen wurden, fragte die Ärztin nach ihrem Befinden und untersuchte sie. Bei Verletzungen bekamen sie einen Verband angelegt oder Bettruhe verordnet. „Now we test your eyes“, sagte Karin Wollnik und forderte ihren Patienten auf, die immer kleiner werdenden Zahlenreihen auf der Testtafel vorzulesen – auf Englisch. Das war noch eine der leichtesten Übungen. Im Workshop „Sandwich Production“ durfte sich jeder ein Sandwich belegen, mit Käse, Tomaten und Gurken – „Cucumber“ auf Englisch, was für viele Schüler ein schwieriges Wort war.

Viel einfacher war es da schon bei Steffen Pitzer im „Fruit-Shop“. Da gab es verschiedene Schüsseln mit Früchten, von denen jeder sich einen Fruchtspieß zusammenstellen konnte. „How many fruits do you have von your stick?“, wollte dann der Lehrer wissen, oder wie viele gelbe Früchte es sind. Der Workshop „Dancing“ bei Edith Anthes war im Prinzip ganz einfach. Doch die Kommandos für die Drehungen rückwärts oder vorwärts gab es nur auf Englisch.

Verliebte Prinzessin

Zum Abschluss des Projekttages wartete auf die Schüler der dritten und vierten Klassen dann noch ein Theaterstück mit dem Titel „The Princess and the Soldier“. Die beiden Schauspieler Kelly Eva-May und Tom Cuthbertson vom „White Horse Theatre“ hatten in der Turnhalle ihre Kulisse aufgebaut und vermittelten recht lebendig die Geschichte von der Prinzessin, die einen König zum Mann bekommen sollte, aber einen Soldaten liebte. „Wir wollen mit diesem Projekttag die Schüler motivieren, wenn sie Gelegenheit dazu haben, ihre Englischkenntnisse anzuwenden. Wenn sie merken wie gut das geht, dann stärkt das ihr Selbstbewusstsein enorm“, so Roswitha Weber.

Erschienen am 10.06.2015 in der FNP

Autor: Leo Postl

http://www.fnp.de



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