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Nashörner wetteifern mit Kaulquappen

27.06.2015 09:15

Sport- und Spielefest an der Karl-Treutel-Schule

Beim großen Sport- und Spielefest in der Karl-Treutel-Schule waren gestern vor allem Geschick und Ausdauer gefragt. Eingeteilt in Tiergruppen maßen sich die Mädchen und Jungen an insgesamt 20 Stationen in den unterschiedlichen Disziplinen.

Auf dem Schulhof der Karl-Treutel-Schule in Kelsterbach herrschte richtig viel Bewegung. Nicht wild durcheinander, sondern organisiert trieben die Gruppen an verschiedenen Stationen ein sportliches Spiel. Die „Affen“ umkreisten den großen Eichenbaum in der Mitte des Hofs, während die „Kaulquappen“ in einer bestimmten Zeit mit einem Schwamm so viel Wasser wie nur möglich von einem Eimer zum anderen transportierten. Dabei hatten sie mächtig Konkurrenz, denn die „Nashörner“ wollten besser sein. Unter einem schattigen Baum wurden fleißig Umschwünge am Reck praktiziert, etwas weiter waren die „Piranhas“ dabei, möglichst viele Körbe beim Basketballzielwurf zu erzielen.

Bewegung tut gut und ist wichtig. Dies wird auch an den Schulen propagiert und möglichst umgesetzt. Und wie lassen sich Kinder am besten dazu bringen, sich zu bewegen? „Wir tun dies in spielerischer Art und Weise und haben einen 20 Stationen umfassenden Parcours aufgebaut“, erläuterte Lehrerin Verena Dietz. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem Schulsportbeauftragten Steffen Pitzer, hatte sie das große Sport- und Spielefest zum Ende des Schuljahrs organisiert.

In der Natur spinnefeind

„Wir haben alle Schüler aus einem großen Topf ein Tier-Los ziehen lassen und so die 20 Gruppen zusammengestellt, damit an allen Stationen gleichzeitig etwas los ist“, erklärte Steffen Pitzer. So kam es, dass sich Tiere, die in der Natur spinnefeind sind, plötzlich nebeneinander befanden und um Sieg und Ehre kämpften. Da jagten die schnellen „Geparde“ den langsamen „Schildkröten“ hinterher, und die „Hasen“ wurden auch nicht von den „Füchsen“ gefressen.

„Komm, mach schnell, noch schneller“, spornte die Gruppe ihren Wasserträger an, der mit einem prallvoll gefüllten Schwamm möglichst schnell zu dem in zehn Metern Entfernung stehenden Eimer rennen, dort das Wasser ausdrücken und wieder zurückkehren sollte – dann war der nächste aus der Gruppe dran.

Bei der Medizinball-Staffel musste im wahrsten Sinne des Wortes Hand in Hand gearbeitet werden, denn der schwere Ball, der über die Köpfe nach hinten gereicht wurde, durfte nicht zu Boden fallen. Besonders viel Koordination war beim Gruppen-Seilspringen gefordert. Wer hier nicht aufpasste, machte den ganzen Erfolg zunichte. „Auch diese Erfahrung müssen die Schüler machen“, meinte Verena Dietz.

Für Slalom gefeiert

Manchmal gab es für die Gruppen auch nützliche Hinweise von den Betreuern an den Stationen – so wie beim Kistenlauf. „Wenn Ihr schlau seid, dann stellt Ihr die beiden mit den längsten Armen am Anfang und am Ende hin“, sagte Dorothee Groß. Auf den Kisten stehend, mussten diese vom Gruppenersten vom Boden hochgehoben, weitergereicht und am Ende wieder auf dem Boden abgesetzt werden. Auf sich allein gestellt war jeder Einzelne beim Racer-Slalom. Hier konnten nur die Anfeuerungsrufe der anderen motivierend helfen. Die achtjährige Madita machte es vor und wurde für ihren Super-Slalom-Lauf von allen gefeiert.

In der großen Pause trafen sich alle in ihren Klassenzimmern zum gemeinsamen Frühstück, danach wurden die sportlichen Bewegungsspiele für die rund 350 Mädchen und Jungen an der Karl-Treutel-Schule fortgesetzt. Nach dem Ende des sportlichen Schultags dürften alle etwas „platt“ gewesen sein.

Erschienen am 27.06.2015 in der Frankfurter Neuen Presse
Autor: Leo Postl

http://www.fnp.de

 

 

Zusammenarbeit war wichtig: Beim Kistentransport mussten die Kisten von einer Seite zur anderen weitergereicht werden. Foto: Leo Postl

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