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„Ein Neubau bringt viele Vorteile“

28.04.2015 13:50

Neben Konrektorin Sybille Schlemmer (v.l.), Schulleiterin Isabella Brauns, Erstem Stadtrat Kurt Linnert und Bürgermeister Manfred Ockel stand auch Christian Lanzinger von der Firma kplan Rede und Antwort. (Foto: Niess)
Neben Konrektorin Sybille Schlemmer (v.l.), Schulleiterin Isabella Brauns, Erstem Stadtrat Kurt Linnert und Bürgermeister Manfred Ockel stand auch Christian Lanzinger von der Firma kplan Rede und Antwort. (Foto: Niess)

Um in der Karl-Treutel-Schule ein Ganztagsangebot einzurichten, muss die Einrichtung baulich verändert werden. Das Planungsbüro plädiert für einen Neubau an der IGS.

So wie es aussieht, bekommt Kelsterbach bald eine neue Grundschule. Seit rund einem Jahr wird darüber diskutiert, wie es mit der Karl-Treutel-Schule weitergehen soll. Es geht vor allem darum, ob die Schule saniert oder gleich komplett neu gebaut werden soll. Jetzt wurden die möglichen Konzepte in der Untermainstadt vorgestellt.

In zwei Abendveranstaltungen bekamen zuerst die Stadtverordneten und dann die Eltern der Schüler die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Auslöser für die Diskussion ist der zu erwartende Anstieg der Schülerzahlen. Eine der Ursachen dafür ist der Zuzug vieler Familien in die Untermainstadt. Die Beratungsfirma kplan AG hat die Zahlen zusammengetragen und einen spürbaren Anstieg in den kommenden Jahren errechnet.

Stößt an ihre Grenzen
Aber auch moderne pädagogische Konzepte sind in der Grundschule derzeit nicht mehr umsetzbar. Große Flure, die kplan-Chef Christian Lanzinger als verschenkten Raum bezeichnete, und veraltete Klassenzimmer stehen dem entgegen. Nicht zuletzt die Einrichtung des Ganztagesangebotes lassen die Karl-Treutel-Schule an ihre Grenzen stoßen.

Zwar wäre eine Sanierung des vorhandenen Gebäudes durchaus möglich. Die Kosten würden sich in ähnlichem Rahmen wie der Neubau bewegen, der rund 17,5 Millionen Euro kosten soll. Allerdings schränke der aktuelle Standort vieles ein, erklärte Lanzinger. Die Raumaufteilung ließe sich nicht in vollem Umfang modernen Ansprüchen anpassen. Die energetische Sanierung wäre sehr aufwendig und würde nicht die Dimension erreichen, die bei einem Neubau möglich wäre. Nicht zuletzt sei die jetzige Grundstücksfläche hierfür sehr knapp bemessen.

Weniger Unterhaltskosten
Die Alternative sei der Neubau an der Integrierten Gesamtschule (IGS), so Lanzinger. Nicht nur, dass dort ausreichend Fläche vorhanden sei. Auch Synergieeffekte wie beim Hausmeisterdienst seien möglich. Ein ebenfalls wichtiger Faktor sei die Baustelle. Bei einer Sanierung würde der laufende Schulbetrieb gestört, nicht so beim Neubau. Vor allem könne am neuen Standort das moderne „Clusterkonzept“ verwirklicht werden. Das beinhalte geänderte Unterrichtsräume und „Marktplätze“ – nutzbare Flächen außerhalb der Klassenzimmer.

Auch langfristig bringe der Neubau Vorteile. Dank nachhaltiger Bauweise und energetischer Optimierung könnten die künftigen Unterhaltskosten reduziert werden. „Der Standort an der IGS ist besser für den Neubau einer Grundschule geeignet. Da er an der Hauptstraße gelegen ist, sind keine nachbarschaftlichen Nutzungskonflikte zu erwarten. Die Verkehrsanbindung ist gut, und eine Bushaltestelle sowie ausreichende Parkmöglichkeiten können geschaffen werden“, resümierte Lanzinger. „Hinzu kommt der wesentliche Vorteil, dass dort ein neuer Bildungsstandort entstehen kann – mit Grundschule, Gesamtschule, Bibliothek und Schulmensa. Als nächstes müssten die politischen Gremien zustimmen und erste Pläne erarbeitet werden.

Erschienen am 18.03.2015 in der FNP
Autor: Karlheinz Niess

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